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STELLUNGNAHME DES UPV ZUM ENTWURF EINES BUNDESGESETZES, MIT DEM DAS UNIVERSITÄTSGESETZ 2002 - UG GEÄNDERT WIRD (KAPAZITÄTSORIENTIERTE, STUDIERENDENBEZOGENE UNIVERSITÄTSFINANZIERUNG)

Der Verband der Professorinnen und Professoren der österreichischen Universitäten begrüßt die Einführung eines Studienplatzfinanzierungsmodells und die entsprechende Neuregelung der Finanzierung der Universitäten und damit den Gesetzesentwurf nachdrücklich. (...)

14.9.2017, Text der Stellungnahme zum Download

UPV FORDERT BESCHLUSS VON FORSCHUNGSMILLIARDE UND UNIVERSITÄTSFINANZIERUNG-NEU NOCH VOR DEN NEUWAHLEN

Der UPV hat sich am 30.5.2017 in einer Presseaussendung dem Apell der Allianz österreichischer Wissenschaftsorganisationen an die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger der Republik angeschlossen, Forschungsmilliarde und Universitätsfinanzierung-neu noch vor den Neuwahlen zu beschließen. 

In zwei weiteren Aussendungen am 8.6.2017 und 16.6.2017 appelliert der UPV an die Regierungsparteien, sich auf ihre Verantwortung für die Zukunft des Landes zu besinnen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und die bereits im Arbeitsprogramm der Bundesregierung 2017/2018 festgelegte Studienplatzfinanzierung als Teil des Maßnahmenpakets zur Sicherung und Verbesserung der Qualität der österreichischen Universitäten zu umzusetzen.

 Bereits nach seiner letzten Präsidiumssitzung hatte der UPV die vom damaligen Vizekanzler und Wissenschaftminister Reinhold Mitterlehner vorgestellte Universitätsfinanzierung-neu in einer Presseaussendung vom 28.4.2017 begrüßt.

VORTRAG: VON STUDIENPLÄTZEN, DEREN FINANZIERUNG, ZUGANGSREGELUNGEN UND ANDEREN NOTWENDIGKEITEN

Der Leiter der Hochschul-Sektion im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, Sektionschef Mag. Elmar Pichl, hat am 26.4. 2017 im Senatssaal der Universität Wien über aktuelle universitätspolitische Entwicklungen referiert:

"Es gibt so viele Studierende an Österreichs Universitäten wie nie zuvor (...). Deutlich mehr als die Hälfte der begonnen Studien werden ohne Erfolg beendet (...). Die schnellen Absolventinnen und Absolventen werden anteilig immer weniger. Die durchschnittlichen Studiendauen erhöhen sich, anstatt sich auf einem effizienten Niveau einzupendeln. Die Betreuungsverhältnisse sind in maßgeblichen Bereichen der Universitäten definitiv verbesserungswürdig. (...).

Kurz: Die Effizienz des Lehr- und Studienbetriebes ist ausbaufähig und der Rechtsrahmen dafür reformbedürftig – insbesondere wenn man sich eine nachhaltige Akademisierung der Gesellschaft erwartet, die in einem bestimmten Ausmaß auch Voraussetzung für eine Wissensgesellschaft ist..." (Download)

AM 4. NOVEMBER FAND IM GROSSEN FESTSAAL DER UNIVERSITÄT WIEN IM RAHMEN DER TRILATERALEN TAGUNG DER DREI HOCHSCHULVERBÄNDE EIN ÖFFENTLICHE VERANSTALTUNG STATT

WISSENSCHAFTSVERBÄNDE FORDERN BESSERE FINANZIELLE BEDINGUNGEN

Für den Wohlstand in den deutschsprachigen Ländern und in Europa muss es ausreichende Bildungs- und Forschungsbudgets geben.
Investitionen in diese Bereiche haben den höchsten  „return on investment“.


Die Wissenschaftsverbände Deutschlands, Österreichs und der Schweiz (Deutscher Hoch-schulverband (DHV), Österreichischer Universitätsprofessor/Innenverband (UPV), die Vereinigung der Schweizerischen Hochschuldozierenden (VSH)) haben anlässlich einer gemeinsamen Tagung zum Thema „Welche Ressourcen brauchen Universitäten und For-scher/Innen?“ in Wien bessere und verlässlichere finanzielle Rahmenbedingungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gefordert. Angesichts der enorm steigenden Forschungsinvestitionen insbesondere im asiatischen Raum müssen auch in Europa die Bildungs- und Forschungsbudgets entsprechend hohe Zuwachsraten aufweisen. Nur so können Europa und die deutschsprachigen Ländern konkurrenzfähig bleiben und den Wohlstand erhalten. Es gibt eine Vielzahl an Untersuchungen, die belegen, dass der „return on investment“ nirgendwo so groß ist (Faktor 3 bis 4) wie bei der Forschungsförderung und bei Investitionen in Bildung.

Eine unzureichende Grundfinanzierung führt auch zwangsläufig zu schlechten Studienbedingungen. Wachsende industrielle Drittmittel sind nicht als Ersatz für eine vom Staat zu gewährleistende ausreichende Budgetierung zu sehen, sondern nur als Zusatz. Denn die Unabhängigkeit der Universitäten muss erhalten bleiben.

Kompetitive Verfahren wie die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern in Deutschland reichen nach Ansicht von DHV, UPV und VSH nicht aus, um das Kernübel der Unterfinanzie-rung von Universitäten zu beheben. Derartige Wettbewerbsformate können allerdings wertvolle Impulse geben – auch für die Förderung von Kooperationen in der Forschung. Bei der Ausgestaltung solcher Initiativen kommt es insbesondere darauf an, die Exzellenz von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, nicht unbedingt die von Universitäten in ihrer Gesamtheit, in den Mittelpunkt zu stellen.

Die drei Verbände sind sich einig, dass kreative Forschungsprozesse größtmögliche instituti-onelle und persönliche Freiheit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforderten. Bei der fachlichen Ausrichtung und Profilbildung von Universitäten müssen Wissenschaftle-rinnen und Wissenschaftler daher umfassende Mitsprache- und Mitwirkungsrechte haben. Nur mit ihren Leistungsträgern und nicht gegen sie können Universitäten Spitzenerfolge erringen.

Die Ressourcen der Universitäten sind seit Jahrzehnten ein Reizthema in der wissenschaftspolitischen Diskussion und sind in den drei Ländern sehr unterschiedlich strukturiert und verteilt.

WELCHE RESSOURCEN BRAUCHEN UNIVERSITÄTEN UND FORSCHER/INNEN ÖSTERREICH, DEUTSCHLAND UND SCHWEIZ IM VERGLEICH

 öffentliche Veranstaltung im Rahmen der
TRILATERALEN  TAGUNG

ÖSTERREICHISCHER UNIVERSITÄTSPROFESSOR/INNENVERBAND (UPV)
DEUTSCHER HOCHSCHULVERBAND (DHV)
VEREINIGUNG
SCHWEIZERISCHE HOCHSCHULDOZIERENDE (VSH)



►GRUSSADRESSE VON UNIKO

►HANDOUTS  HANNES ANDROSCH (1)

►HANDOUTS HANNES ANDROSCH (2)

►VORTRAG SCHENKER-WICKI (1)

VORTRAG JANGER

 


 

 

PRESSEREAKTIONEN

 

Die Tagung an der Universität Wien wird vom Vorsitzenden des UPV BERNHARD KEPPLER und vom Vizekanzler und Bundesminister REINHOLD MITTERLEHNER eröffnet.

Reinhold Mitterlehner verwies auf die wesentlich bessere Grundausstattung der Universitäten in Deutschland und der Schweiz.

Einer Exzellenzinitiative in Österreich steht Mitterlehner eher skeptisch gegenüber - selbst wenn das Geld dafür vorhanden wäre. Er sieht dabei vor allem "Konkurrenzprobleme", etwa aufgrund der Alleinstellung mancher Hochschulen wie der Veterinärmedizinischen Universität, der Montanuniversität und der Universität für Bodenkultur. "Es würden wieder die das Geld bekommen, die es auch jetzt schon bekommen." Er halte es daher für richtig, Schwerpunktaktivitäten über den Wissenschaftsfonds FWF zu fördern.


Einführenden Worte von der Vorsitzenden des Universitätsrat EVA NOWOTNY, Vizerektor HEINZ FASSMANN, sowie dem Präsident des Deutschen Hochschulverbandes BERNHARD KEMPEN und dem Präsident der Schweizerischen Hochschuldozierenden CHRISTIAN BOCHET

Vortrag von JÜRGEN ZÖLLNER, Senator für Bildung und Wissenschaft des Landes Berlin a.D., Vorstand der Stiftung Charité
„DEUTSCHLAND KANN NUR VORBILD SEIN, WENN ES SEINE PROBLEME LÖST„

Sichtbarkeit Deutschlands erhöht
Die auch in Österreich immer wieder als Vorbild zitierte Exzellenzinitiative habe die internationale Sichtbarkeit Deutschlands erhöht, so Zöllner. "Aber auf das entscheidende Problem, die Grundfinanzierung, ist damit nicht eingegangen worden." Derzeit werden in Deutschland rund 30 Mrd. Euro für Hochschulen ausgegeben, wovon rund 24,5 Mrd. auf die Länder und 5,5 Mrd. auf den Bund entfallen.

Aus dem Entwicklungshilfebudget in die Budgets der Universitäten
Zöllner will die Grundfinanzierung um fünf bis sechs Milliarden Euro pro Jahr anheben. Dazu sei ein Maßnahmenbündel nötig: So müsse etwa der Bund einen "Köder" auswerfen und eine Milliarden Euro zur Stärkung der Lehre direkt den Hochschulen geben. So sollten etwa die echten Ausbildungskosten für StudentInnen aus Entwicklungsländern übernommen werden - so könnten diese Mittel aus dem Entwicklungshilfebudget in die Budgets der Unis fließen.

Von Unis an Fachhochschulen?
Außerdem solle der Bund eine Milliarden Euro an Investitionskosten für Informations- und Kommunikationstechnik finanzieren. Eine weitere - auch mit Blick nach Österreich interessante - Maßnahme: 30 Prozent der Studienplätze sollten von Unis an Fachhochschulen verlagert werden. Das würde 1,5 Mrd. Euro bringen, so Zöllner. Mittelständische Unternehmen würden etwa solide nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft ausgebildete InformatikerInnen brauchen, die Soft- und Hardware der Firmen betreuen. "Das müssen keine WissenschafterInnen sein."

Gebühren erheben?
Weitere Mittel würden durch die Überführung von außeruniversitären Einrichtungen - etwa 50 Prozent der Leibniz-Institute - an die Unis frei. Und schließlich, so Zöllner, sei nicht einzusehen, warum eine große Gruppe von ausländischen StudentInnen aus Nicht-Entwicklungsländern - etwa Chinesen - in Deutschland gratis studieren. "Wir finanzieren ihre Ausbildung, anschließend gehen sie zurück. Gleichzeitig sind wir dazu gezwungen, in China Darlehen aufzunehmen, um unsere Haushalte in Ordnung zu halten." Zöllner schlug daher vor, Gebühren für StudentInnen aus jenen Ländern einzuheben, die selbst deutsche Studierende zur Kasse bitten. Davon könnten zehn Prozent abgezweigt werden, um die besten StudentInnen dieser Länder mit Stipendien zu fördern.

Wissenschaftsgesellschaft und Verantwortung der Wissenschaft
Ebenfalls betont Zöllner die für die neuzeitliche Wissenschaftsgesellschaft zentrale Bedeutung der Wissenschaft in allen Lebensbereichen, wodurch sowohl der Schaffung von neuem Wissen als auch im Besonderen dem Wissenstransfer an Studenten wie Gesellschaft höchste Wichtigkeit zukomme. Daraus ergebe sich wiederum nicht nur eine Verpflichtung zur Förderung der Wissenschaft seitens der Politik, sondern auch eine besondere Verantwortung der Wissenschaft selbst für die Qualitätssicherung ihrer Forschung, da andernfalls die jahrhundertelange Erfolgsgeschichte der Wissenschaft in Gefahr laufe, zu Ende zu gehen und der Übergang von der Wissenschaftsgesellschaft zur sogenannten postfaktischen Gesellschaft zu befürchten sei.
 

Vortrag von ANDREA SCHENKER-WICKI, Rektorin Universität Basel
"DIE UNIVERSITÄT IM SPAGAT ZWISCHEN GESELLSCHAFTLICHEN HERAUSFORDERUNGEN UND KNAPPEN RESSOURCEN"

Herausforderungen im Hochschulbereich

Andrea Schenker-Wicki spricht zunächst die aktuellen Herausforderungen im Hochschulbereich an: Ein enormes Wachstum des tertiären Bildungssektors, das teilweise sogar die Prognosen übertrifft, die allgemeine Globalisierung und Beschleunigung und die damit verbundene  Zunahme der Menge des generierten Wissens bei gleichzeitig immer kürzerer Halbwertszeit, steigende Kosten vor allem in den Life Sciences, sowie die zunehmende Forderung nach gesellschaftlicher Relevanz und praktischer Anwendbarkeit von Forschung und Ausbildung. Gerade dieser gesellschaftliche Anspruch stünde oft im Widerspruch zu der Tatsache, dass aus wissenschaftlicher Perspektive gerade freie Forschungsförderung besonders erfolgreich und innovativ sei.

Entwicklung der Universität

Diesen Herausforderungen müsse begegnet werden durch eine Weiterentwicklung der Universität. Effizienzsteigerung sei hier besonders durch finanzielle Autonomie und Personalautonomie der Universitäten erreichbar, anzustreben sei eine Verbreiterung der Finanzierungsbasis ähnlich der Situation in den USA, wo bei Ähnlichem Drittmittelanteil Dienstleistungen 17% und Studiengebühren 22% der Finanzierungsstruktur der Universitäten ausmachen. Da der volkswirtschaftliche Zuwachs heute großteils durch Innovation geschaffen werde, müsse die Förderung von innovativer Forschung, die auch für den Staat von Vorteil ist, an den Universitäten zentral verankert werden. Auch die an die AbsolventInnen zu vermittelnden Kompetenzen müssten den geänderten Anforderungen angepasst werden, besonders wichtig seien hier Kreativität und Kontextualisierung bei der Anwendung des erworbenen Wissens im Prozess des lebenslangen Lernens.

Forschungsuniversität

Eine innovative, erfolgreiche Forschungsuniversität müsse sich diesen Aufgaben stellen und die Verantwortung ihrer zentralen gesellschaftliche Funktion als Bildungs- und Forschungseinrichtung wahrnehmen, um den gesellschaftlichen Erwartungen gerecht zu werden und sowohl Vorbild in der Gesellschaft als auch für die Gesellschaft zu sein.

 

Moderation CHRISTIANE SPIEL, stellv. Vorsitzende des UPV

Vortrag von JÜRGEN JANGER, Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
"RESSOURCEN FÜR DIE UNIVERSITÄRE FORSCHUNG - ANREIZEFFEKTE UNTERSCHIEDLICHER VERTEILUNGSMODELLE"

Von "Eliteuniversitäten" und "Auswahlproblemen"
Ebenfalls skeptisch zu einer Übertragung der deutschen Hochschul-Exzellenzinitiative auf Österreich äußerte sich Jürgen Janger vom Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo). Einer der Kernpunkte, die Förderung von einzelnen Hochschulen als eine Art "Eliteuniversitäten", würde zu einem "Auswahlproblem" führen, so Janger.

Geringere Auswahlmöglichkeiten in Österreich

In Österreich seien die Auswahlmöglichkeiten nämlich wesentlich geringer. So gebe es etwa in Deutschland 107 Universitäten - dem stünden 22 in Österreich gegenüber, rechnete der Wifo-Forscher vor. Darunter seien sechs Kunstunis, eine Weiterbildungsuniversität, drei Medizinunis, die technischen Universitäten (TU) sowie Spezialuniversitäten mit Alleinstellungsmerkmal wie die Veterinärmedizinische Universität, die Universität für Bodenkultur, die Montanuniversität sowie die Wirtschaftsuniversität.

Nicht der Königsweg…

Dazu komme noch, dass die laut Rankings drei forschungsintensivsten Universitäten (Universität Wien, Medizinuni Wien, TU Wien) alle in der Bundeshauptstadt liegen, meinte Janger. Damit würden vermutlich sämtliche Mittel aus der Initiative nach Wien fließen. "Was werden die Landeshauptleute dazu sagen?"
Die Umlegung der deutschen Exzellenzinitiative auf Österreich sei daher "nicht der Königsweg", so Janger. Es gebe eben einen Unterschied zwischen großen und kleinen Ländern. Effektiver könnten andere Modelle sein - etwa die Finanzierung von Gehältern exzellenter ProfessorInnen über einen Fonds.

Mangel an Geld war auch das Hauptthema der anschließenden Podiumsdiskussion.

CHRISTIANE SPIEL forderte die Teilenehmer auf die Unterfinanzierung der Universitäten auf einer Skala zwischen 1 (absolut zu wenig Geld) und 5 (ausreichend finanziert) zu beziffern.

Das Ergebnis das war aussagekräftig: Eine 1 nannten etwa HANNES ANDROSCH, Vorsitzender des Rats für Forschung und Technologieentwicklung, KARHEINZ TÖCHTERLE, Präsident der Österreichischen Forschungsgemeinschaft, sowie KLEMENT TOCKNER, Präsident des FWF. ELMAR PICHL und GÜNTHER BURKERT vom Wissenschaftsministerium nannten dagen die Ziffern 4 bzw. 3.

BERNHARD KEMPEN, Präsident des Deutschen Hochschulverbandes betonte die Wichtigekeit der Förderung von Universitäten und Forschung seitens der Politik gerade angesichts der zunehmenden internationalen Konkurrenz. Geld für Hochschulen sei kein Luxus, sondern eine Investition in die Zukunft, die sich für den Staat rentiere. Darüber hinaus plädierte er "aus Gerechtigkeitserwägungen" generell für Studiengebühren. Es sei nicht einzusehen, warum die breite Mehrheit der Bevölkerung eines Landes die "durchaus teuren" Hochschulen finanziere und kein Beitrag von jenen eingehoben werde, die aufgrund ihrer Ausbildung später mit hoher Wahrscheinlichkeit ein gutes Einkommen erzielen.

„Wir müs­sen ei­nen po­li­ti­schen Ho-ruck-Ef­fekt zu­stan­de brin­gen“, sag­te Elmar Pichl. Für vie­le der vor­herr­schen­den Pro­ble­me sei­en längst Kon­zep­te ent­wi­ckelt, die aber seit Jah­ren nicht um­ge­setzt wür­den. Bur­kert gab zu be­den­ken, dass Dritt­mit­tel­agen­tu­ren we­nig Spiel­raum für ri­si­kof­reu­di­ge For­schung lie­ßen; so sei­en die meis­ten No­bel­preis­trä­ger nicht dritt­mit­tel­fi­nan­ziert ge­we­sen.

„Dritt­mit­tel sind Mit­tel, kein Ziel“, ant­wort­ete Klement Tock­ner, es müss­te da­rauf ge­ach­tet wer­den, wie die­se mit den ge­ne­rel­len Zie­len der For­schungs­ein­rich­tun­gen zu­sam­men­fal­len. Auch er hob her­vor, dass die Over­he­ad­mit­tel aus ein­zel­nen Pro­jek­ten die For­schungs­ein­rich­tun­gen ins­ge­samt stär­ken kön­nen, da­mit die­se ihr ei­ge­nes För­de­rungs­port­fo­lio ri­si­ko­rei­cher ge­stal­ten könn­ten.

Klement Tock­ner kün­dig­te ge­mein­sam mit dem Präsidenten der Österreichischen Universitätenkonferenz Oli­ver Vi­touch (Uni Kla­gen­furt) am Mon­tag auch ei­ne neue „All­ianz“ der ös­ter­rei­chi­schen For­schungs­in­sti­tu­tio­nen an: Im Grün­dungs­ko­mi­tee sei­en ne­ben dem FWF auch die Uni­ver­si­tä­ten­kon­fe­renz, das IST Aus­tria und die Ös­ter­rei­chi­sche Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten (ÖAW).

„Die Stu­di­en­platz­fi­nan­zie­rung ist das Ge­bot der Stun­de“, sag­te Karlheinz Töch­ter­le. „Ich be­wun­de­re die Uni Wien, wie sie mit die­sen Stu­die­ren­den­zah­len zu­ran­de kommt“, sprach sich der ehe­ma­li­ge Wis­sen­schafts­mi­nis­ter für mehr Zu­gangs­be­schrän­kun­gen aus. Zu­dem plä­dier­te er da­für, mehr pri­va­te Geld­ge­ber für die Uni­ver­si­tä­ten zu­zu­las­sen. „Man hat Prio­ri­tä­ten ge­setzt, aber die fal­schen. Wir brau­chen mehr Geld, aber auch ei­ne an­de­re Ver­ga­be und we­ni­ger Bü­ro­kra­tie“, sag­te Han­nes An­drosch. „Es ist al­les ge­sagt, wir müs­sen es nur end­lich um­set­zen.“

 

PRESSEREAKTIONEN

04.08.2016, "DIE PRESSE" GASTKOMMENTAR VON BERNHARD KEPPLER

Studiengebühren: Zeit für einen neuen Aufbruch

Dass die Politik das Thema wieder aufgreift, gibt Anlass zur Hoffnung.

Bernhard Keppler  (Die Presse)

Es wird wieder geredet über Studiengebühren. Vizekanzler Reinhold Mitterlehner schnitt das Thema in einem „Presse“-Interview an und überraschenderweise zeigte sich Bundeskanzler Christian Kern prinzipiell gesprächsbereit. Im Vergleich zu den vergangenen Jahrzehnten ist dies bereits ein großer Fortschritt.

Bei etwa drei Mrd., die die Universitäten jährlich kosten – zusätzlicher Bedarf nicht eingerechnet –, können mäßige Studiengebühren sicher nur einen Beitrag zur Gesamtfinanzierung leisten, der bei den öffentlichen Mitteln nicht wieder abgezogen werden darf.

Ein Kompromiss, der auch den Koalitionspartner zufriedenstellen könnte, wäre die Verwendung auch für ein Stipendiensystem, das wirklich Bedürftigen eine kostendeckende, leistungsabhängige Finanzierung ihrer Lebenshaltung während des Studiums ermöglicht. Dies würde auch die immer wieder beschworene Durchlässigkeit für ärmere Schichten fördern und ein bedeutendes intellektuelles und ökonomisches Potenzial in unserer Gesellschaft heben.

Parallel dazu müsste sich aber die Studiensituation selbst ändern. Was nützt ein Stipendium oder bezahlte Studiengebühren, wenn man auf völlig überfüllte Universitäten trifft, die ein sinnvolles Studieren nur begrenzt zulassen. Eine Regulierung des Zugangs zum Studium könnte man bedenkenlos den Universitäten in Konkurrenz überlassen.

Unzufriedene Absolventen

Die Steigerung nur um der Zahl willen führt bei vielen Absolventen, die in anderen Bereichen Hervorragendes leisten könnten, zu Unzufriedenheit. Die gesellschaftliche Wertschätzung nicht akademischer Bereiche ist in unserem Land noch erheblich unterentwickelt. Es müssen in den dreijährigen Leistungsvereinbarungen des Ministeriums mit den Universitäten Anreize geschaffen werden, um qualifizierte Absolventen zu produzieren, die mit einem adäquaten Gehaltsniveau in Wirtschaft und Gesellschaft unterkommen.

Der Philosoph als Manager

Bei budgetärer Steuerung über Absolventen könnten die Universitäten eigenverantwortlich die Studierendenströme durch Motivation und eingeforderte Leistung in die geeignete Richtung lenken und berufliche Sackgassen vermeiden. Doch müssen gewisse Reserven für kleinere Fächer und für neue innovative Entwicklungen vorgesehen sein, die sich noch nicht oder nicht immer direkt in berufliche Zufriedenheit und in erfolgreiche Absolventenstatistiken umsetzen lassen.

Ob die berufliche Tätigkeit dann im herkömmlichen Sinn der Ausbildung entspricht, ist unerheblich, denn schon mancher Philosoph hat sich für Managementaufgaben qualifiziert etc. Für alle Fächer, die zu beruflichem Erfolg und dem Gefühl, dafür berufen zu sein, führen, wäre es unbedingt notwendig, auch die entsprechenden Ressourcen zur Verfügung zu stellen.

Mit zusätzlichen Studiengebühren kann dies nicht ausschließlich finanziert werden. Unabhängig davon, dass die oben erwähnte absolventengesteuerte Strategie der Zugangsregulierung zu Entlastungseffekten führen wird, muss auch in Fächer, bei denen ein Bedarf an Absolventen einer ungenügenden Ausstattung gegenübersteht, erheblich investiert werden. Ich sehe in meinem Fach jährlich 700 Anfänger 160 Laborplätzen gegenüberstehen, obwohl dringend mehr Absolventen gesucht werden.

Solche Investitionen lassen sich dann unter neuen Rahmenbedingungen auch in Konkurrenz zu anderen Budgetposten im Haushaltsplan besser argumentieren, zumal es ja auch von höchster Stelle „intellektuell begriffen“ wurde.

O. Univ.-Prof. Dr. Dr. Bernhard Keppler ist Dekan der Fakultät für Chemie der Universität Wien und Präsident des Österreichischen UniversitätsprofessorInnenverbands (UPV)


E-Mails an: debatte@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.08.2016)

AM 22. JUNI DISKUTIERTEN AUF EINLADUNG DES UNIVERSITÄTSPROFESSORINNENVERBANDS (UPV) REKTOR HEINZ W. ENGL UND FWF-PRÄSIDENTIN PASCALE EHRENFREUND MIT UPV-VORSITZENDEN BERNHARD KEPPLER UND WIRTSCHAFTSKAMMERPRÄSIDENT CHRISTOPH LEITL ZUM VORTRAGR
"TALENTE ENTDECKEN, FÖRDERN UND FORDERN. ERFOLGSREZEPT".





"NachwuchswissenschaftlerInnen sind der Nährboden auf dem zukünftige Nobelpreisträger wachsen können", so UPV-Vorsitzender Bernhard Keppler.

 Im Entwicklungsplan, dem Strategieplan der Universität, hat sich die Universität Wien klar dem Ziel verschrieben, über verschiedenste Programme und Maßnahmen wissenschaftliche Talente zu fördern. "Zudem tritt die Universität Wien für ein Tenure-Track-Modell ein, das nach mehreren Stufen bis zum Full Professor führen kann, entsprechend den internationalen Vorbildern", so Rektor Heinz W. Engl. Die TU München hat ein derartiges Modell erfolgreich etabliert, wie Vizepräsident Hofmann bei der Veranstaltung in Wien ausführte. "NachwuchswissenschaftlerInnen sind der Nährboden auf dem zukünftige Nobelpreisträger wachsen können. Dies fördert man durch ausreichende Ressourcen und leistungsabhängige persönliche Karriereperspektiven", fasst UPV-Vorsitzender Bernhard Keppler die Bedeutung des Themas zusammen, der ebenfalls für ein durchgängiges Tenure-Track-Modell eintritt.




"Wir brauchen individuelle Ausbildungsmöglichkeiten à la carte. Egal, wo ein junger Mensch startet, alle sollen die gleichen Chancen haben, das ist meine Vision", so Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich.

"Wir haben zahlreiche Talente in Österreich – Innovation findet hier und in Europa statt. Die besten Köpfe müssen wir in der Wissenschaft und Wirtschaft fördern und die Kombination von theoretischem mit praktischem Wissen ausschöpfen", führt Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, anlässlich der Veranstaltung aus.

"Beispielsweise habe ich das Förderungsprogramm für InnovationsassistentInnen ins Leben gerufen, das jungen AbsolventInnen der Wirtschaftsstudien den Einstieg in einen Mittel- oder Kleinbetrieb ermöglicht. Dadurch wird auch die Zusammenarbeit zwischen den Firmen und den Hochschulen verstärkt. In der dualen Ausbildung trägt Österreich bereits den 'Europameistertitel'. Die Ausbildungsform ist best-practice in Europa: Zahlreiche internationale Delegationen kommen zu uns, um sich das Modell anzuschauen und von uns zu lernen. Um die duale Ausbildung zu stärken, hat die WKÖ die Berufsakademie für berufliche Aus- und Weiterbildung auf Hochschulebene initiiert. Österreich ist zu klein, als dass sich Bildungsinstitutionen konkurrenzieren. Deshalb appelliere ich, dass sich die unterschiedlichen Ausbildungsschienen als Ergänzung sehen, das sind wir unserer Jugend schuldig. Wir brauchen individuelle Ausbildungsmöglichkeiten à la carte. Egal, wo ein junger Mensch startet, alle sollen die gleichen Chancen haben, das ist meine Vision", so Präsident Leitl abschließend



Eine differenzierte und nach Karrierestufen orientierte Nachwuchsförderung auf höchstem Niveau gehört zu den Markenzeichen jeder exzellenten Universität. NachwuchswissenschafterInnen leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag in der Forschung, sondern bilden auch die Basis für die Zukunft der Universität. Talentierte junge WissenschafterInnen haben – wenn man entsprechende Rahmenbedingungen für sie schafft – das Potenzial, neue Themen zu entdecken und in die Forschung einzubringen.


Nach dem Vortrag "Talente entdecken, fördern und fordern. Erfolgsrezept" von Thomas Hofmann, Vizepräsident der TU München, diskutierten: V.l.n.r.:
Thomas Hofmann, Rektor Heinz W. Engl, UPV-Vorsitzender Bernhard Keppler, Wissenschaftsjournalist Oliver Lehmann, FWF-Präsidentin Pascale Ehrenfreund und Belinda Hödl, Referentin für Hochschulpolitik an der Wirtschaftskammer Österreich;




Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist auch zentrales Thema des Wissenschaftsfonds FWF. "Der FWF legt besonderen Wert auf die Förderung von NachwuchswissenschafterInnen. Ihnen gilt es, gerade in der frühen Phase ihrer Karriereentwicklung, mittels spezieller Programme optimale Rahmenbedingungen bieten zu können", so FWF-Präsidentin Pascale Ehrenfreund.






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UNIVERSITÄT WIEN; MÄRZ 2015 BESPRECHUNG DES UPV MIT DEN WISSENSCHAFTSSPRECHERINNEN DER 6 PARLAMENTSPARTEIEN

Karlheinz Töchterle/ÖVP, Andrea Kuntzl/SPÖ, Sigi Maurer/Die Grünen,
Andreas Karlsböck/FPÖ, Niki Scherak/NEOS, Rouven Ertlschweiger/Team Stronach

Der UPV würdigt vorab die wichtige Rolle, welche die Entwicklung der Universitäten in den Parlamentsdebatten spielt. 
Des Weiteren wurde in äußerst konstruktiver Atmosphäre  der Bericht an das Parlament über die PädagogInnenbildung der Zukunftskommission für das Österreichische Schulwesen  diskutiert. „Die zusätzlichen Aufgaben der Universitäten im Rahmen der PädagogInnenbildung sollten auch über das Budget des Bildungsministeriums mitfinanziert werden“ (Christiane Spiel).

Die enorme Überlastung der Universität in einigen Fächern, inzwischen auch in den MINT-Fächern führte zu durchaus konstruktiven Kontroversen, unter andern fiel auch folgenden Zitat:
„Wenn eine zweispurige Autobahn durch Überbelastung und Staus nur noch Stop and Go ermöglicht, wird zeitnah dafür gesorgt, dass diese drei- oder vierspurig ausgebaut wird. An der Universität haben wir diese Situation seit vielen Jahren“.






WIEN/BASEL/BONN, 10. OKTOBER 2014

PRESSEERKLAERUNG VON UPV, DHV UND VSH

Wissenschaftsverbände in Sorge um Europäischen Forschungsraum

Auf einer Tagung der Hochschuldozierenden Deutschlands, Österreich und der Schweiz in Zürich (9./10. Oktober 2014) stand die internationale Mobilität in Forschung und Lehre, insbesondere im gemeinsamen Forschungsraum der deutschsprachigen Hochschulen, im Mittelpunkt. Mit großer Sorge erfüllt die Verbände der (temporäre) Ausschluss des Schweizer Hochschulsystems von den europäischen Förderprogrammen seit dem 9. Februar 2014 als Folge der überraschend angenommenen Initiative zur Masseneinwanderung. Die gastgebende Vereinigung der Schweizerischen Hochschuldozierenden äußerte die Befürchtung, dass damit ein Verlust von Vertrauen und Attraktivität in das Schweizer Hochschulsystem verbunden sein könnte. Die Verbände sind einhellig der Auffassung, dass es sinnvoll sei, die krisenhafte Situation durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen sukzessive zu entschärfen. Ziel müsse es sein, den europäischen Forschungsraum als gemeinsamen Wissenschaftsraum fortzuentwickeln.
 

13.OKTOBER 2014
DISKUSSIONSVERANSTALTUNG DES UNIVERSITÄTSPROFESSORENVERBANDES MIT STAATSSEKRETÄR MAHRER, BMWFW

Präsidium und Delegierten der einzelnen Lokalverbände aus den Bundesländern sowie Rektor Engl diskutierten gemeinsam mit Staatssekretär Mahrer und Sektionschef Pichl universitätspolitische Zukunftsthemen.

Zentrale Punkte waren das Budget und die Studienplatzsituation, Infrastruktur und Ausstattung der Universitäten sowie das Verhältnis der Institutionen des tertiären Sektors zueinander. In vielen Bereichen zeichnet sich ein Rückfall der Österreichischen Universitäten hinter führende Institutionen des Auslands, u.a. auch  in den asiatischen Ländern ab, dem wie auch Staatsekretär Mahrer betonte, unbedingt gegengesteuert werden muss.






DELEGIERTENVERSAMMLUNG IM SENATSAAL DER UNIVERSITÄT WIEN

Treffen der Delegierten der Universitäten Wiens und der Bundesländer am 13.10.2014

PDFProtokoll Delegiertenversammlung 13 10 14 _2_  -  Datei, 75.8 KB

REAKTION DES UPV AUF WEGFALL EINES EIGENSTÄNDIGEN WISSENSCHAFTSMINISTERIUMS

Schreiben and Kanzler und Vizekanzler

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Faymann, sehr geehrter Herr Vizekanzler Spindelegger,
 
die Professorinnen und Professoren Österreichs sind aufgrund des Wegfalls eines eigenständigen  Wissenschaftsministeriums besorgt um die Universitäten und um die Qualität und Finanzierung von  Forschung  und Lehre in unserem Land. Die Befürchtung, dass die Stimme von Wissenschaft und Forschung , wenn sie nicht mehr in einem eigenen Ministerium verankert ist, innerhalb der Bundesregierung weniger gehört wird, ist sicher begründet.  
 
Wir nehmen  gerne die Einladung  zu einem konstruktiven Dialog an  um uns von der von ihnen vertretenen  Fortschrittlichkeit und Effizienz der neuen Lösung überzeugen zu lassen.  

STELLUNGNAHME DES UPV ZU DER ANSTEHENDEN REGIERUNGSBILDUNG

Wissenschaft und Forschung: Österreichs Zukunft !!
Der UPV fordert ein eigenständiges, gestärktes Ministerium für Wissenschaft und Forschung

Die Stärkung von Wissenschaft und Forschung wurde von den Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP als zentrales Ziel formuliert. Der Österreichische UniversitätsprofessorInnenverband begrüßt und unterstützt dieses Ziel.

Zentrale Voraussetzung zur Erreichung dieses Ziels ist die Stärkung sämtlicher der Wissenschaft und Forschung gewidmeten Einrichtungen. Dazu gehört auch das zuständige Bundesministerium.
 
Weder die Aufteilung der Agenda von Wissenschaft und Forschung auf verschiedene Ministerien noch die Zuteilung zu einem Ministerium, dessen weitere Widmung die notwendige Verbindung zwischen anwendungsorientierter Forschung und Grundlagenforschung gefährdet, kann diese Stärkung bewirken. Vielmehr besteht die Gefahr, dass Österreich im internationalen Vergleich noch weiter zurückfällt.

Wir fordern daher, dass alle Agenden für Forschung und Lehre der Hochschulen Österreichs in einem eigenständigen Ministerium vereinigt sind und dieses Ministerium entsprechend der Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für die Zukunft Österreichs die dringend notwendige Stärkung erfährt.

Der UPV fordert von der neuen Bundesregierung die Schaffung von angemessenen und verlässlichen Rahmenbedingungen für qualitätsvolle Forschung und forschungsgeleitete Lehre

Dazu gehört eine internationalen Standards entsprechende Studienplatzbewirtschaftung, die insbesondere gute Betreuungsverhältnisse für die Studierenden sicherstellt. Dafür bedarf es auch qualitätsvoller, am Anforderungsprofil orientierter Aufnahmeverfahren, welche den Studierenden wertvolle Informationen über das Studium sowie über ihre Eignung für dieses liefern.

Schließlich braucht international konkurrenzfähige Forschung eine ausreichende Finanzierung. Hier besteht in Österreich erheblicher Nachholbedarf, wobei insbesondere gilt, die Geldmittel des FWF signifikant zu erhöhen. Denn nur damit kann die Nachwuchsförderung im erforderlichen Umfang gewährleistet werden.

Um Wissenschaftlerinnen entsprechend fördern und unterstützen zu können, sind dringend auch weitere Maßnahmen im Bereich der Familienpolitik notwendig, wie z.B. der Ausbau von vorschulischen Angeboten.

14. OKTOBER 2013 -STELLUNGNAHME DES UPV ZU GESETZESNOVELLIERUNG

Verordnung über die Zulassung zum Doktoratsstudium für Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschul-Masterstudiengängen

An Fachhochschulen wird ausdrücklich eine berufsbezogene Ausbildung angeboten, mit Schwerpunkt auf die praktische Anwendbarkeit der erworbenen Fähigkeiten. Die Studierenden haben kaum eigenständigen Gestaltungsspielraum, das Studium hat bewusst eher einen schulischen Charakter.
Für ein Doktoratsstudium an einer Universität, welches in höchstem Maße Kreativität und vor allem Eigenverantwortlichkeit und Selbstorganisation verlangt, ist dies als Voraussetzung nicht ausreichend.
Deshalb ist eine Zulassung von Absolventinnen und Absolventen aus FH-Studiengängen ohne Auflagen nicht möglich. Das Vorschreiben von Auflagen bei der Zulassung zum Doktoratsstudium ist eine fachliche Einzelfallentscheidung, die in die Autonomie der jeweiligen Universitäten fallen muss

WIEN/BASEL/BONN, 11. OKTOBER 2013

Plädoyer für forschungsbasierte und qualitätsvolle Pädagogenbildung
UPV, VHS und DHV wollen Erkenntnisse aus internationalen Vergleichsstudien für die Gestaltung der Curricula nutzen

Die europäischen Länder werden künftig noch mehr als heute auf die Bildung, das Wissen und die Innovationskraft ihrer Bürgerinnen und Bürger angewiesen sein. Die aktuelle Situation in Österreich, Deutschland und der Schweiz liefert jedoch keinen Anlass zu Zukunftsoptimismus. Ländervergleichende Studien wie PISA stellen den Schulen der deutschsprachigen Länder kein besonders gutes Zeugnis aus.
Der Erfolg des Schulsystems steht und fällt mit den Pädagoginnen und Pädagogen. Damit ist der wichtigste Ansatzpunkt die Aus- Fort- und Weiterbildung der Lehrpersonen. In den letzten Jahren wurden in allen drei Ländern bereits Maßnahmen zur Optimierung der Pädagogenbildung gesetzt. In Österreich wurde ein neues Gesetz verabschiedet, demgemäß alle Lehrerinnen und Lehrer auf Masterniveau ausgebildet werden.
Die Wissenschaftsverbände Deutschlands, Österreichs und der Schweiz (Deutscher Hochschulverband (DHV), Österreichischer UniversitätsprofessorInnenverband (UPV) und die Vereinigung der Schweizerischen Hochschuldozierenden (VSH)) haben dieses gesellschaftlich hoch relevante Thema auf ihrer diesjährigen Jahrestagung, die vom UPV an der Universität Wien organisiert wurde, aufgegriffen und einen Rahmen für Austausch, Diskurs und Information über den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung zur Pädagogenbildung geschaffen.

Basierend auf den Präsentationen und Diskursen dieser Tagung und insbesondere auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Teacher Education and Developmental Study (TEDS) empfehlen die drei Wissenschaftsverbände bei der Gestaltung der Curricula für die Pädagogenbildung folgende zentrale Elemente zu beachten:
 
• Gewinnung sehr guter Schulabsolventen und –absolventinnen durch qualitätsvolle Aufnahmeverfahren
• ausgezeichnete fachliche Ausbildung mit klaren curricularen Vorgaben und ausreichenden Lerngelegenheiten
• wissenschaftsbasierte fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Ausbildung
• Induktion in die Schulpraxis, die supervidiert wird und genügend Zeit für wissenschaftliche Reflexion des pädagogischen Handelns lässt

PÄDAGOGINNENBILDUNG – HERAUSFORDERUNG FÜR DIE ZUKUNFT VON GESELLSCHAFT UND WIRTSCHAFT

im Rahmen der Trilateralen Tagung des Österreichischen UniversitätsprofessorInnenverbandes, des Deutschen Hochschulverbandes und der Vereinigung der Schweizerischen Hochschuldozierenden

im Großen Festsaal der Universität Wien, Universitätsring 1, 1090 Wien

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Beiträge der Vortragenden

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3. MAI 2013
STELLUNGNAHME-DES-UPV ZUM BUNDESGESETZ MIT DEM DAS UNIVERSITÄTSGESETZ 2002 UND DAS HOCHSCHUL-QULITÄTSSICHERUNGSGESETZ GEÄNDERT WERDEN

Der UPV begrüßt die Intention des Gesetzes, die gesamte PädagogInnenausbildung auf Masterniveau anzuheben und auch die Induktionsphase verpflichtend wissenschaftlich mit Lehrveranstaltungen zu begleiten. Im Detail finden sich jedoch einige Aspekte, die bei genauerer Betrachtung problematisch scheinen, unscharf bleiben und daher im Gesetz aus der Sicht des UPV zu adaptieren sind.

Qualitätssicherung bei der Umsetzung der Gesetzesänderungen und der Implementierung der neuen PädagogInnenbildung:

Für den UPV ist es eine zentrale Frage, ob das Gesetz so formuliert ist, dass die notwendige Qualität bei der Implementierung der PädagogInnenbildung gesichert ist. Die z.T. vagen Formulierungen bergen diesbzgl. Gefahren, von denen im Folgenden einige genauer ausgeführt werden :

Ad Masterniveau als Gesamtbasis:

Von der Intention des Gesetzes sollen Ausbildungsgänge unabhängig von der anbietenden Institu-tion (dies betrifft die Bachelorstudiengänge) in vergleichbarer Weise wissenschaftlich fundiert sein. Wenn man die Personalstände von PHs und Universitäten vergleicht, so ist offenkundig, dass bzgl. Wissenschaftlichkeit hier eine hohe Diskrepanz besteht. Wie kann daher gesichert werden, dass an den PHs die Bachelor-Ausbildungen die notwendige wissenschaftliche Fundierung aufweisen und damit den AbsolventInnen den direkten Übergang in ein Masterstudium an einer Universität ermöglichen? Es kann keinesfalls ausreichen, dass LektorInnen von Universitäten für einzelne Lehrveranstaltungen „angeworben“ werden; denn damit ist keine entsprechende Forschungsver-ankerung in der Institution gegeben.

Die PHs können Masterstudiengänge nur in Kooperation mit Universitäten anbieten. Dies ist grundsätzlich zu begrüßen, jedoch ist zu fragen, ob quasi jede Universität hier als Partner möglich ist. An den österreichischen Universitäten besteht bereits ein Prüfungstourismus, bei dem „billige“ Scheine an ausländischen Universitäten erworben werden. Eine analoge Entwicklung sollte bzgl. der PädagogInnenbildung unbedingt verhindert werden.

Aus der derzeitigen Formulierung zum Masterniveau als Voraussetzung für eine dauerhafte Anstellung geht nicht eindeutig hervor, dass dies durch Kettenverträge nicht umgangen werden kann. Eine entsprechende Formulierung (im Dienstrecht) ist aber nötig, um die Umsetzung der Gesamt-intention hier nicht zu gefährden.

Ad Qualitätssicherungsrat:

Dem Qualitätssicherungsrat kommt in all diesen – im Gesetz nicht geklärten Fragen – eine zentrale Stellung zu. Daher ist es aus Sicht des UPV eine zentrale Voraussetzung, dass sämtliche Mit-glieder nachweislich einschlägig wissenschaftlich ausgewiesen sind. Auch die Unabhängigkeit des Qualitätssicherungsrats muss gesichert sein. So erscheint es problematisch, wenn z.B. ehemalige MitarbeiterInnen von Ministerien in diesem Rat vertreten sind.

Der UPV fordert daher, dass sämtliche Mitglieder des Qualitätssicherungsrats nachweislich einschlägig wissenschaftlich ausgewiesen sind (wissenschaftliche Publikationen oder Ha-bilitation). Sofern ehemalige MitarbeiterInnen von Ministerien bestellt werden, sollte ihre Tätigkeit im Ministerium zumindest 5 Jahre zurück liegen.

Insbesondere wichtig sind auch die breite Offenlegung sowohl von Vorgehen als auch von Berich-ten und Stellungnahmen des Qualitätssicherungsrats in der gesamten einschlägigen Community und die damit gegebene Möglichkeit eines Diskurses.

Ad Evaluation der Implementierung:

Zur Prüfung und Sicherung der Qualität des gesamten Prozesses fordert der UPV, dass in das Änderungsgesetz die Evaluation der Implementierung des Gesetzes inklusive der Tätigkeit des Qualitätssicherungsrats nach 5 Jahren aufgenommen wird.
Diese Ergänzung sollte sowohl in das Änderungsgesetz bzgl. des Hochschul-Qualitätssicherungsgesetz aufgenommen werden als auch in das Bundesgesetz, mit dem das Hochschulgesetz 2005 (HG) geändert wird.

Der UPV schlägt vor, einen derartigen Paragraphen direkt im Anschluss an die Beschreibung des Qualitätssicherungsrats zu platzieren.

Letztlich möchte der UPV darauf hinweisen, dass es, um die grundsätzliche Intention einer qualitätsvollen PädagogInnenbildung nachhaltig zu realisieren, nicht nur entsprechender Änderungen im LehrerInnendienstrecht bedarf, sondern letztlich auch einer Autonomie der Schulen, damit diese sowohl ihr Personal selbst auswählen können als auch entscheiden in Kooperation mit welcher anbietenden Institution sie ihre Fort- und Weiterbildung inklusive Schulentwicklung gestalten wollen.

Autonomie der Universitäten:

Ein weiterer Punkt betrifft die Autonomie der Universitäten. Die im §13 Abs 2 Z 1 geforderte „positive“ Stellungnahme des Qualitätssicherungsrats ist aus juridischer Sicht nicht verfassungskonform, da diese Regelung die Ermächtigung des Bundesministers, Leistungsvereinbarungen über ein Studium abzuschließen, durch einen Willensakt des Qualitätssicherungsrates einschränkt. Der UPV fordert daher die Streichung des Wortes „positiv“.

Professionsorientierte Kompetenzen:

Der UPV weist darauf hin, dass im Gegensatz zum Ministerratsvortrag im Entwurf des Bundesgesetzes, mit dem das Hochschulgesetz 2005 (HG) geändert wird, in dem nach § 42 neu einge-fügten Abs. 1a „Diversitäts- und Genderkompetenz“ nicht enthalten sind. Der UPV fordert, dass diese Kompetenzen aufgenommen werden.

3. MAI 2013
STELLUNGNAHME ZU DER VERFASSUNGSRECHTLICHEN PROBLEMATIK IM ENTWURF 506ME XXIV. GP, § 13 ABS 2 Z 1 LIT N UG:
(VON GABRIELE KUCSKO-STADLMAYER)

„n) in Bezug auf Studien für das Lehramt an Schulen bzw. Berufstätigkeiten an elementarpädagogischen Bildungseinrichtungen: Grundlage der Leistungsvereinbarung ist bei neu eingerichteten Studien eine positive Stellungnahme des Qualitätssicherungsrates für Pädagoginnen- und Pädagogenbildung.“

 
Diese Regelung beschränkt die Ermächtigung des Bundesministers, Leistungsvereinbarungen über ein Studium abzuschließen, durch einen Willensakt des genannten „Qualitätssicherungsrates“. Wenn dieser keine positive Stellungnahme abgibt, kann der BM – auch wenn er selbst das Studium für nötig hält – keine Leistungsvereinbarung darüber abschließen, der Universität also keine Mittel dafür gewähren. Mit dem Anknüpfen an das Begriffspaar „positiv/negativ“ wird der Qualitätssicherungsrat seinerseits zu einer Ja-Nein-Entscheidung über das neu einzurichtende Studium verpflichtet. Damit wird ihm im Ergebnis eine Zustimmungsbefugnis zu einem Akt des Bundesministers eingeräumt.
 
Diese Regelung ist in Hinblick auf die Stellung des Bundesministers als „oberstes Organ“ (Art 19 B-VG) bedenklich. Laut Verfassungsgerichtshof dürfen oberste Organe nicht an Willenserklärungen anderer Organe (Einvernehmen, Zustimmung) gebunden werden (VfSlg 2072, 2332, 6495, 6885, 6913, 12.183, 12.506, 12.843; vgl auch Mayer, Das österreichische Bundes-Verfassungsrecht. Kurzkommentar4, 2007, 151). So hat der VfGH etwa festgehalten, dass durch die Bindung der Landesregierung (als obersten Organs des Landes) an ein Gutachten eines Pflichtverbandes dieser die Stellung als oberstes Organ in verfassungswidriger Weise entzogen werde (VfSlg 7402). Dieses Erkenntnis ist für die vorliegende Konstellation maßgeblich.
 
Als zulässig erachtet wurde zwar die Bindung eines Bundesministers an einen „Antrag“ anderer Organe; dies jedoch nur dann, wenn es sich um einen Antrag auf Bescheiderlassung handelte – also einen für ein Verwaltungsverfahren nach AVG typischen Akt (VfSlg 17.101) - oder wenn der Antragsteller in Durchsetzung bestimmter Interessen tätig wird, zu deren Wahrnehmung er gesetzlich berufen ist (so VfSlg 17.137). Beides liegt im vorliegenden Fall nicht vor. Das Gutachten des Qualitätssicherungsrates ist kein Antrag, und der Rat ist auch nicht zur Interessenvertretung berufen. Er soll vielmehr ein Qualitätsurteil abgeben, das angesichts der vielen zu berücksichtigenden Aspekte nur dann von Wert ist, wenn es auch differenziert ausfallen kann. Außerdem ist es dem Konzept der Zuteilung von Budgetmitteln im Weg der Leistungsvereinbarung nicht adäquat, wenn die Expertenmeinung des Qualitätssicherungsrates „monopolartig“ für allein maßgeblich erklärt wird und dem Bundesminister die Berücksichtigung anderer auch noch so fundierter Fachmeinungen verwehrt. Letztlich muss der Bundesminister neben der Qualität der anzubietenden universitären Leistungen auch universitäts- und bildungspolitische Ziele berücksichtigen, zu denen das Gutachten nicht Stellung nimmt. Zur Sicherung der Verantwortlichkeit des Bundesministers muss es diesem daher möglich bleiben, das Gutachten seiner Entscheidung zwar zu berücksichtigen, aber auch korrigierend einzuschreiten und es mit abweichenden Fachurteilen oder politischen Zielen abzuwägen. Überdies muss er auch ein differenziertes, nicht eindeutig positives Gutachten würdigen und verwerten können. All dies schließt § 13 Abs 2 Z 1 UG in der vorgeschlagenen Fassung aus. Er regelt also keine Konstellation, die vom Verfassungsgerichtshof für zulässig gehalten wird.
 
Die Regelung wäre nur dann verfassungskonform, wenn das Wort „positive“ gestrichen würde. In diesem Fall verbliebe dem Bundesminister ein Spielraum zur Würdigung des Gutachtens des Qualitätssicherungsrates und könnte er auch andere ihm einschlägig erscheinende Fachinformationen, Expertenmeinungen sowie universitäts- und bildungspolitische Zielsetzungen mit berücksichtigen.

31. OKTOBER 2012
DREILÄNDERTREFFEN WIEN/BASEL/BONN

Wissenschaftsverbände wollen für zukünftige Hochschullehrer unterschiedliche, aber verlässliche Karrierewege

Für den Erhalt und die Verbesserung der Qualifikation von zukünftigen Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern haben sich die Wissenschaftsverbände Deutschlands, Österreichs und der Schweiz (Deutscher Hochschulverband (DHV), Österreichischer Universitätsprofessor/ Innenverband (UPV) und Vereinigung der Schweizerischen Hochschuldozierenden (VSH)) auf einer Tagung in der Villa Vigoni auf gemeinsame Grundpositionen verständigt. Für Europa und die durch einen engen, gemeinsamen Berufungsraum gekennzeichneten Länder Deutschland, Österreich und Schweiz sei es existentiell, in einem globalisierten Wettbewerb auch zukünftig die besten Köpfe für die Universität zu gewinnen. Dies setze unabdingbar voraus, für die besten NachwuchswissenschaftlerInnen attraktive und perspektivisch verlässliche Karrierewege zu schaffen.

„Die Einführung von Tenure-Track-Modellen mit gezielter Förderung der akademischen Selbständigkeit für besonders hoffnungsvolle und leistungsfähige NachwuchswissenschaftlerInnen wird ein zukünftiger Weg sein, akademische Eliten frühzeitig an die Universität zu binden und ihre Abwanderung in außeruniversitäre Bereiche oder an ausländische Hochschulen mit ausgeprägter Tenure-Track-Kultur zu verhindern“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der drei Verbände. Das auf der Tagung vorgestellte Tenure-Track-Modell der TU München wurde grundsätzlich als richtiger Vorstoß bewertet, neue Qualifikationswege zu eröffnen. Die Verbände unterstützen jedoch auch den Ausbau anderer geeigneter Qualifikations- und Berufswege von WissenschaftlerInnen, die sich auch zukünftig fächerspezifisch unterschiedlich entwickeln sollten.

Neben der Forschungsqualifikation müsse insbesondere der Lehrqualifikation zukünftig größere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Die Verbände riefen ihre professoralen Mitglieder im Rahmen ihrer Mentorentätigkeit auf, der Lehrqualifikation von Nachwuchs-wissenschaftlerInnen über die gesamte Qualifikationszeit, vor allem aber in Berufungsverfahren, größeres Gewicht beizumessen. Die Einheit von Forschung und Lehre müsse in der Person der einzelnen HochschullehrerInnen  verkörpert werden. Dazu gehöre dann aber auch der Nachweis  auf hohem Niveau wissenschaftlich lehren und die in der Forschung gewonnenen Ergebnisse Studierenden angemessen und anschaulich vermitteln zu können.

Mit Sorge äußerten sich DHV, UPV und VSH zur überbordenden Evaluation von Nachwuchswissenschaftlern auf dem Weg zur Professur. Insbesondere sehen die Verbände heteronom gesetzte Leistungsnachweise als kritisch an. Plädiert wurde für wenige, aussagekräftige Leistungsnachweise, die die Fakultäten festlegen, sowie für ein größeres Vertrauen in Peer-Review-Verfahren, die der Scheingenauigkeit von quantitativen, indikatorgesteuerten Parametern überlegen seien.

- 15. OKTOBER 2012
BM TÖCHTERLE DISKUTIERT MIT UPV

Vertreter des gesamtösterreichischen UniversitätsprofessorInnenverbandes treffen sich mit BM Töchterle

im Senatssitzungssaal der Universität Wien zu einer Besprechung der aktuellen hochschulpolitischen Situation









Stellungnahme-Gesetzentwurf-Studienplatzfinanzierung
UPV fordert Forschungsmilliarde und Universitätsfinanzierung-neu
Aktuelle Universitätspolitische Entwicklungen
Pressereaktionen-Trilaterale-Tagung-2016
5.November 2016 anlässlich der TRILATERALE TAGUNG
4.November 2016 - Trilaterale Tagung
4.August 2016 -DiePresse Gastkommentrar
25.Oktober 2015- UPV, DHV und VSH fordern verlässliche Karrierewege für die besten Nachwuchswissenschaftler
18. August 2015 - Stellungnahme-des-UPV
22. Juni 2015 - Vortrag und Podiumsdiskussion
17.März 2015 - Entwicklung der Universitäten
10.Oktober 2014 - Dreiländertreffen Zürich
13.Oktober 2014 -Diskussionsveranstaltung des Universitätsprofessorenverbandes mit BMWFW
13. Oktober 2014 - Delegiertenversammlung
17. Dezember 2013 - Schreiben and Kanzler und Vizekanzler
11.November 2013 -Stellungnahme des UPV zur anstehenden Regierungsbildung
14.Oktober 2013-Verordnung über die Zulassung zum Doktoratsstudium für Absolventinnen und Absolventen von Fachhochschul-Masterstudiengängen
10.-12. Oktober 2013- Gemeinsame Erklärung der 3 Hochschulverbände
11.Oktober 2013 , im Rahmen des Trilateralen Treffens der 3 Hochschulverbände
3.Mai 2013 -an das BM
31.Oktober 2012 - Dreiländertreffen
15.Oktober 2012 - BM Töchterle diskutiert mit UPV
29.September 2011
15.November 2010 Zürich/Wien/Bonn,
22.Juli 2010 - Der Standart
21.Mai 2010 - Offener Brief an BM Karl
19.Februar 2010 - Diskussionveranstaltung mit BM Karl
19.Oktober 2009 - Presseerklärung von UPV, DHV und VSH
25.Juli 2009 - Kommentar Universitäts-Änderungsgesetz
5.März 2009 - Diskussionveranstaltung mit BM Hahn
29.Jänner 2009 - Stellungnahme zur neuen Ministerin
23.Jänner 2009 - Vorsichtiger Optimismus beim Universitätsbudget
13.August 2008 - Der UPV zu UG Novellierung
13.Juni 2008 - UPV sieht positive Entwicklungsmglichkeiten in der UG-Reform
6.Juni. 2008 - Offener Brief an BM Dr. Johannes Hahn
8.Mai 2008 - Novelle des UG "ein Schritt zurück"
24.November 2007 - (Die Presse) Festveranstaltung des UPV
1.Oktober 2007 - Gemeinsame Erklärung der drei Hochschulverbände
13.Juli 2007 - Stellungnahme des UPV zur Weiterentwicklung des UG